Weg-Stern

 

Fachkräfte

Die folgenden Fortbildungen richten sich an Fachkräfte aus der Jugendhilfe, Schule oder KiTa. Es wird in der Regel pädagogisches Grundwissen vorausgesetzt (natürlich sind andere Absprachen möglich, z.B. für Ausbildungsgruppen, Ehrenamtler oder Quereinsteiger).

Die Fortbildungen bestehen meistens aus einem inhaltlichen Vortrag mit einer Präsentation. Je nach Bedarf können dann Fallbesprechungen, Selbstreflexionsanteile, Rollenspiele zur Übung von Situationen oder Übungen für die tägliche Praxis durchgeführt werden.

Sie suchen eine Fortbildung für Ihr Team, in der es nicht um Methoden geht, mit ihren Klienten zu arbeiten, sondern um den Umgang innerhalb des Mitarbeiterteams? Auch das ist möglich: sprechen Sie uns an.

Beispiele für Fortbildungen:

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Konfliktlösung mit Kindern und Jugendlichen

Konflikte zwischen Kindern gehören in Schule und KiTa zum Alltag. Häufig können die Kinder und Jugendlichen diese Konflikte nicht alleine lösen, so dass die Mitarbeiter/innen diese mit den Kindern gemeinsam klären müssen. Je stärker die Kindern an dieser Konfliktlösung mitwirken und je mehr der Blick auf die Zukunft gerichtet ist („Wie gehen wir in der Zukunft miteinander um?“) statt auf die Vergangenheit („Wer ist Schuld?“), desto mehr lernen die Kinder und Jugendlichen aus dem Konflikt. Viele störende Verhaltensweisen (z.B. Petzen) werden so gar nicht erst antrainiert. Zugrunde liegt diesem Seminar die Methode der Mediation, die aber kindgerecht mit anschaulichen Hilfsmitteln und Visualisierungen in KiTa und Schule eingesetzt werden kann.

Burn-Out und Stress

Pädagogen gehören zu einer der Hauptrisikogruppen für das Burn-Out-Syndrom. In diesem Seminar soll es darum gehen, präventive Strategien zu entwickeln, um Burn-Out zu verhindern. Dabei geht es zunächst darum, zu erkennen, wie Stress funktioniert und wann Stress in ein Burn-Out münden kann. In einem zweiten Schritt werden Risiko- und Schutzfaktoren benannt und auf die eigene Situation angewendet, sodass nach dem ersten Fortbildungstag jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer für sich feststellen kann, ob eine Gefahr besteht oder nicht. Gemeinsam werden dann individuelle Präventionsstrategien entwickelt. Der zweite Fortbildungstag dient insbesondere dazu, diese Strategien nach einer Erprobung zu verfeinern und praxistauglich zu machen.

Heilpflanzen mit Kindern entdecken

Kinder interessieren sich erfahrungsgemäß sehr für die Natur. Daher ist es eine schönes Projekt, mit den Kindern im Sommer die heimische Pflanzenwelt zu erkunden, d.h. zu erkunden, welche Pflanzen essbar sind, Wiesenpflaster zu entdecken oder Pflanzen sogar zu Heilmitteln oder Lebensmitteln zu verarbeiten. In diesem Seminar werden mehrere ungefährliche Pflanzen vorgestellt, die mit Kindern verarbeitet werden können. Außerdem bekommen Sie Rezepte und Methoden sowie rechtliche Informationen zur Durchführung eines Heilpflanzenprojektes im Kindergarten oder in der Grundschule.

Kinder lernen den Umgang mit Hunden

Immer wieder kommt es vor, dass Kinder und Hunde aneinander geraten und es Verletzungen oder doch zumindest Tränen gibt. Das liegt natürlich zum einen an verantwortungslosen Hundebesitzern, zum anderen aber auch daran, dass die meisten Kinder die Mimik und Gestik von Hunden völlig falsch einschätzen. Durch den Umgang mit ausgebildeten Hunden können die Kinder lernen, wie ein Hund „spricht“ und wie man einen Hund behandelt, damit er freundlich bleibt und Kind und Hund beide zufrieden mit dem Kontakt sind. Therapiehündin Ronja wird bei der Fortbildung dabei sein.

Konfliktgespräche mit Eltern

Es gibt sie in KiTa, Schule und Jugendhilfe. Konflikte mit Eltern gehören ebenso zum Alltag wie Konflikte mit den Kindern und Jugendlichen. Aber während wir mit letzteren meistens souverän umgehen können, stehen uns konfliktbeladene Elterngespräche oft bevor, wir sind aufgeregt und immer wieder kommt es vor, dass wir unzufrieden mit dem Ergebnis sind. In diesem Seminar geht es darum, die Schwierigkeiten, die wir mit konflikthaften Elterngesprächen haben, klar zu benennen und nach den Ursachen zu suchen. Außerdem üben wir verschiedene Methoden, ein Gespräch zu steuern und die Kommunikation sachlich, zugewandt und zukunftsorientiert zu halten. Immer wiederkehrende Themen (z.B. Eltern zu motivieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen) werden aufgegriffen; auch eigene Themen können eingebracht werden.

Kindeswohlgefährdung einschätzen (§8a SGB VIII)

Was kann ich tun, wenn ich Sorge habe, dass eines der Kinder oder einer der Jugendlichen in meiner Gruppe zuhause gefährdet ist? Wann muss ich an wen melden? Wie komme ich am Besten mit den Eltern ins Gespräch? Welche Fachkräfte können mir helfen? Diese und andere Fragen kommen häufig vor, wenn ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht. In diesem Seminar geht es darum, Kriterien für Kindeswohlgefährdung zu erkennen und Handlungssicherheit in solchen Fällen zu erlangen. Auch Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen gehören dazu. Da wir an möglichst praxisnahen Fällen arbeiten wollen, sind alle Teilnehmer/innen eingeladen eigene Fälle mitzubringen.

Deeskalationstraining

Im Deeskalationstraining geht es darum, mit den Mitarbeiter/innen ein Handlungsrepertoire zu entwickeln und zu üben, welches in eskalierenden Situationen eingesetzt werden kann, um die Situation zu entschärfen. Nach einem kurzen Vortrag über Deeskalation geht es daher insbesondere darum, dass jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin ein passendes und fachlich korrektes Verhalten in Krisensituationen für sich entwickelt. Da Menschen unterschiedlich sind, kann auch nicht für jede Person das gleiche Verhalten möglich sein, sondern es gibt verschiedene Abstufungen von deeskalierendem Verhalten. Es handelt sich nicht um ein Selbstverteidigungsseminar; zwar werden Übungen durchgeführt, diese beschränken sich jedoch darauf, körperliche Konflikte durch klare Körperhaltung zu vermeiden, nicht an diesen teilzunehmen.

Anzeichen von psychischen Störungen erkennen und der Umgang damit

In dieser Fortbildung geht es darum, zu lernen, Anzeichen für eine psychische Erkrankung bei Teilnehmer/innen zu erkennen. Wir werden uns die häufigsten psychischen Erkrankungen mit ihren Symptomen und Auswirkungen ansehen. In einem zweiten Schritt geht es darum, wie man sensibel mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen kann, und darum. die verfügbaren Hilfsangebote kennenzulernen. Es werden die möglichen Helfersysteme vorgestellt, wie z.B. wann psychologische und wann psychiatrische Hilfe sinnvoll ist und wo man diese bekommt. Auch auf die rechtlichen Rahmenbedingungen wird eingegangen. Es können gerne anonymisierte Fallbeispiele mitgebracht werden, bei denen wir gemeinsam überlegen, ob hier eine psychische Erkrankung vorliegen könnte. Dieses Seminar berechtigt nicht eine Diagnose zu stellen. Im Gegenteil geht es darum, zu erkennen, wann psychiatrische Abklärung erforderlich ist, die nicht von Pädagogen geleistet werden kann.

Meine Haltung als Pädagoge in meinem Arbeitsfeld

Was mache ich hier eigentlich? Was will ich erreichen? Was macht mich als Pädagoge in diesem Berufsfeld aus? Mit diesen Fragen wollen wir uns in dieser Fortbildung beschäftigen und damit das Wohlbefinden im Arbeitsalltag erhöhen. Dabei geht es zum einen um Erwartungen von Außen (z.B. Leitbild, Anforderungen vom Auftraggeber, Wünsche der Jugendlichen oder Eltern), aber auch ganz entscheidend um die persönlichen Erwartungen, Bilder und Wünsche der einzelnen Mitarbeiter/innen. Ziel ist dabei, herauszufinden welche Haltung ich als Pädagoge habe (und was diese beeinflusst) und in einem zweiten Schritt zu schauen, wie diese Haltung zu meinem Arbeitsfeld passt.

Motivation fördern

Wie bekomme ich meine Jugendlichen (Schüler/innen, Auszubildende...) motiviert? Auf diese Frage gibt es natürlich keine allgemeingültige Antwort, aber es gibt verschiedene Techniken, die besser als andere dazu geeignet sind, Motivation zu erzeugen. Wir wollen uns mit Motivation auseinandersetzen und versuchen, die Beweggründe der Jugendlichen zu verstehen, um dann gezielt stärkend daran anzusetzen.

Umgang mit Jugendlichen in individuellen Krisen

In diesem Seminar geht es darum, sich anbahnende Krisen zu erkennen und mit den Jugendlichen über diese ins Gespräch zu kommen. In einem zweiten Schritt geht es um Interventionsmöglichkeiten und Hilfsangebote. Ein Schwerpunkt wird auch darauf liegen, den eigenen Auftrag bzw. den Auftrag der Institution zu klären und zu überlegen, bei welchen Krisen andere Hilfen nötig sind, da sie mit dem eigenen Auftrag (fachlich oder zeitlich) nicht vereinbar sind, und wo diese Hilfen akquiriert werden können.

Mobbing

Nach einer kurzen Definition und einem Austausch über bisherige Erfahrungen der Anwesenden geht es insbesondere um die verschiedenen Akteure bei einem Mobbing-Prozess und die Interventionsmöglichkeiten für Gruppenleiter, Pädagogen und Ehrenamtler. Übungen und Fallbesprechungen wechseln sich mit theoretischen und rechtlichen Inputs ab. z

Kinder und Jugendliche in Internet und Online Spiel – Chancen und Gefahren

Kinder und Jugendliche haben oft eine enorme technische Medienkompetenz; sie surfen, chatten, mailen, spielen und twittern. Viele Bezugpersonen, wie Eltern, Lehrkräfte und Erzieher/innen, fragen sich: Ist das nicht gefährlich? Dieser Frage wollen wir auf den Grund gehen. Nach einer Erläuterung der einzelnen Vorgänge, Funktionen und Spiele geht es insbesondere darum, die Gefahren, aber auch die Chancen des Internets zu erkennen. Wenn die Bezugspersonen verstehen, was die Kinder im Netz tun, und klare Regeln aufstellen, lassen sich viele Gefahren minimieren. Wenn auch eine praktische Einführung gewünscht ist, muss ein Computerraum und genügend Zeit (mindestens Tagesseminar) gegeben sein.

Umgang mit schwierigen Schülern (für Betreuungskräfte an Schulen)

Im Rahmen der Ausweitung des Freizeitbereiches an Ganztagsschulen und der Öffnung von Schulen gibt es immer mehr ehrenamtlich oder auf Honorarbasis arbeitende Personen an Schulen, die keine pädagogische Ausbildung haben.&xnbsp; Die Schüler/innen profitieren von den Kompetenzen und den Erfahrungen „von Außen“, die Mitarbeiter/innen aber haben natürlich nicht nur mit motivierten und pflegeleichten Schüler/innen zu tun. Da kommt es schnell zu Unsicherheiten, insbesondere dann, wenn im Nachmittagsbereich nicht immer Lehrkräfte oder Sozialpädagog/innen als Ansprechpartner/innen verfügbar sind. Mit einigen Übungen geht es in diesem Seminar um den Umgang mit „schwierigen“ Schüler/innen und um die Frage: „Was mache ich bei den üblichen Störungen: Lautstärke, zu spät kommen, Arbeitsverweigerung, Beschimpfungen etc.?“

Teamstrukturen

In nahezu allen Institutionen, ob in Firmen, Vereinen oder Schulen, wird Teamarbeit gefordert und durchgeführt. Wie aber stellt man ein optimales Team zusammen? Welche Teammitglieder passen überhaupt nicht zueinander? Die Kommunikation in Teams entscheidet oft über deren Erfolg, auch Konflikte müssen angemessen ausgetragen werden. In diesem Seminar geht es darum, bestehende Teams zu analysieren und die Zusammenarbeit zu verbessern, aber auch darum,&xnbsp; Lücken zu finden, sodass bei einer Neubesetzung gleich bestimmte Kriterien berücksichtigt werden können. Für dieses Seminar sollten sie mindestens einen Tag einplanen, da neben der Theorie und der Analyse auch Zeit für Übungen bleiben sollte.

Regeln und Grenzen

Dieses Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die Schwierigkeiten haben, die Einhaltung von Regeln und Grenzen durchzusetzen. Mit Hilfe eines Kurzvortrags, eines Filmausschnitts und des Austausches untereinander, beschäftigen wir uns mit der Relevanz von Regeln und Grenzen und der Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an deren Festlegung. Außerdem ist ein wichtiges Thema, die passenden Konsequenzen für Regelverstöße und Grenzverletzungen zu finden. Dabei geht es darum den Kindern und Jugendlichen ein klares Gegenüber zu sein und Regeln und Grenzen durchzusetzen ohne zu streiten, zu schreien oder zu drohen. Auch mit den eigenen Empfindungen in Bezug auf Regeln und Grenzen setzen wir uns auseinander, um einen Eindruck davon zu bekommen, warum es uns eigentlich in bestimmten Situationen schwer fällt, Regeln und Grenzen verbindlich zu vereinbaren und durchzusetzen.

Token-Systeme

Token-Systeme sind eine Methode aus der Verhaltenstherapie, bei der es darum geht sofortige Belohnungen als Anreiz zur Verhaltensveränderung einzusetzen. Um eine sofortige Belohnung möglich zu machen, werden sogenannte Tokens (Punkte, Smileys...) eingesetzt, die später in Belohnungen umgesetzt werden können. In diesem Seminar werden verschiedene Token-Systeme vorgestellt und deren Umsetzbarkeit im Alltag diskutiert. Es können eigene Fallbesipiele mitgebracht werden, sodass gemeinsam ein Token System für den eigenen Arbeitsbereich entwickelt werden kann.

Fantasy-Rollenspiele als Methode in der Jugendarbeit

„Fantasy-Rollenspiel“ ist ein Hobby, dass von relativ vielen Jugendlichen und Erwachsenen ausgeübt wird. Verschiedenste Formen wie „Pen-and-Paper“, „Live-Rollenspiel“ oder „Online-Rollenspiel“ (u.a. das bekannte World of Warcraft) üben Jugendliche in ihrer Freizeit aus. Rollenspiel ist auch als pädagogische und psychologische Methode ist bekannt; da liegt es nahe, auch die „Fantasy-Rollenspiel“ für den pädagogischen Bereich zu nutzen. Angelehnt an die Theorie des symbolischen Interaktionismus und die Erlebnispädagogik lässt sich aus dem Hobby eine pädagogisch fundierte Methodik ableiten. Dabei spielen besonders die Reflexionsrunden (die es im Hobby-Rollenspiel nicht gibt) eine entscheidende Rolle. Durch Rollenspiele werden Empathie-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit trainiert, die Jugendlichen lernen, mit anderen zu kooperieren und können neues Verhalten ausprobieren. Durch die Abenteuer, die sie in den Spielsequenzen bestehen, erleben sie außerdem Selbstwirksamkeit und Erfolge in der Gruppe. Gerade Jugendliche, die ihr Leben im Online Rollenspiel verbringen und somit für viele Angebote der Jugendhilfe kaum zugänglich sind, lassen sich so zu Aktivitäten abseits des Bildschirmes ermutigen. Lernen Sie in einer Fortbildung die verschiedenen Seiten von Fantasy-Rollenspielen kennen und einzuschätzen und prüfen Sie so, ob Sie diese Methode in Ihrer Einrichtung und mit Ihren Jugendlichen einsetzen wollen und können.